Nullsummen-Stillstand

Kennen Sie das? Alle wollen nur das Beste und ziehen mit allen Kräften – leider nur in unterschiedliche Richtungen. In der Summe heben sich die vielen guten Absichten auf. Das ist der Nullsummen-Stillstand (engl. Zero sum deadlock, See http://www.nysec.org/uploads/nysectalk070304.pdf).

Er ist sehr frustrierend, weil alle nur mit guten Absichten viel investieren, das Resultat jedoch enttäuscht. Wenn jetzt der Chef mit viel Charisma alle dazu bringt, noch stärker zu ziehen, wird noch mehr investiert und leider noch mehr Frust erzeugt, denn das Ergebnis rechtfertigt nicht die Mittel, wenn es beim Nullsummen-Stillstand bleibt.

Weil dieser Zustand still ist, entzieht er sich jeder Wahrnehmung. Es ist eine Art Ausgeglichenheit, allerdings eine sehr unproduktive. Der Nullsummen-Stillstand wird mit einer Art Lebensbalance verwechselt, an die man sich gewöhnt hat, die man kennt und in der man sich heimisch eingerichtet hat. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Nullsummen-Stillstand zum Normalzustand wird. Wenn dieser Zustand zum Normalzustand wird, entsteht ein blinder Fleck, eine Betriebsblindheit. Der sinnlose Verlust von Energie wird zum alltäglichen Begleiter. Man nimmt ihn in Kauf, weil man es nicht mehr anders kennt.

Do not work harder, work smarter!“ gilt nicht nur individuell, sondern auch kollektiv. Eine Verstärkung der Kraft-Anstrengungen bringt nichts, eine Analyse der Orientierung und eine Angleichung oder gar Unifikation der Trajektorien alles.

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