Motivation

Was motiviert uns? Hier eine schöne Zusammenfassung von Dan Pink:

Vielfach glaubt man noch an Incentives, Credits, Anreizsysteme, Möhrchenmethode.

Möhrchenmethode

Diese funktioniert jedoch nur für mechanische Arbeiten und primitive kognitive Leistungen. Ab einem bestimmten Niveau sind Möhrchen (Incentives) sogar kontraproduktiv. Dann kommt es auf ganz andere Kriterien an:

  • Autonomie: Die Freiheit, in Selbstbestimmtheit seinen eigenen Weg zu gehen.
  • Herausforderungen und der Wille zur Meisterschaft.
  • Sinn.

Bei der australischen Softwarefirma Atlassian hat man mal das Experiment gemacht, den Mitarbeitern 24 Stunden lang alles zu erlauben: Jeder durfte tun, was er wollte, worin er Sinn sah und konnte Inhalt und Umfang selbst bestimmen. Erstaunlicherweise war die Firma noch nie so produktiv gewesen wie in dieser Zeit.

Bei Google haben die Mitarbeiter 20% ihrer Arbeitszeit völlige Autonomie.

Die Kunst des Management scheint also eher zu sein, seinen eigenen Mitarbeitern nicht so sehr im Wege zu stehen anstatt neue Incentivesysteme zu installieren.

Teddybär löst 50% der Probleme

Daniel Dennett hat ein neues Buch geschrieben: „Intuition Pumps and Other Tools for Thinking“, über das er bei Google vorträgt:

In der Einführung wird von einem Computerkurs für Anfänger berichtet. Die Studierenden bildeten immer eine lange Warteschlange, um von ihrem Dozenten beraten zu werden, warum Ihr eigener Computercode nicht das tut, was sie sich vorgestellt haben.

Um die Warteschlange zu reduzieren, hat man vor das Büro des Dozenten einen Stuhl mit einem Teddybären gesetzt. Voraussetzung für den Zutritt zum Büro des Dozenten war, dass die Studierenden zunächst dem Teddybären ihr Programm erklären und ihre Frage stellen mussten. In 50% der Fälle kamen die Studierenden dann von selbst auf den Fehler ihrer eigenen Konstruktion im fehlerhaften Quellcode.

Ein Teddybär löst 50% der Probleme.

Das Wachstum geht weiter mit Mensch-Computer-Teaming

Der bekannte Volkswirt Robert Gordon sagt das Ende des Wachstums voraus (siehe TED-Talk).

Erik Brynjolfsson hält dagegen mit dem Argument, dass bei dessen Berechnungen viele Werte fehlen, die uns heute kostenlos zur Verfügung stehen: Internet, Web, Wikipedia, Google-Suche und Soziale Netzwerke. Wenn man diese hinzu rechnen würde, sieht man die Fortsetzung des stetigen Wachstums, wenn auch immateriell.

Seine Theorie passt zur „Dematerialisierung des Wohlstands“ von Prof. Radermacher.

Erik Brynjolfsson sieht die Zukunft in Teams von menschlicher und maschineller Intelligenz. Als Indiz nennt er die Erfindung des „weiterentwickelten Schachs“ (Advanced Chess), einer Art „Freestyle Schachturniers“, des ehemaligen Schachweltmeisters Gary Kaparov, in dem Mensch-Computer-Teams gegeneinander antreten und gemeinsam Einzelkämpfer, egal ob Mensch oder Schachcomputer, schlagen können.