Kollektive Realitätsverweigerung

Der Mensch steht im Mittelpunkt.
Der Mensch ist ein soziales Wesen.
Wie oft wurden diese Sätze schon bemüht?
So oft, dass sie schon wie eine Beschwörung klingen.
Um welche Art von Einschwörung handelt es sich hier?

Der Soziologe Niklas Luhmann bringt es auf den Punkt mit seiner Frage:
Was ist Gesellschaft?
„Gesellschaft ist ein Codex von Regeln zur Wahrnehmungsreduktion.“

Wir stellen Gemeinschaft her, indem wir vereinbaren,
was wir nicht wahrnehmen wollen,
was wir ausblenden wollen,
was wir verdrängen wollen.
Das ist kollektive Realitätsverweigerung,
in der „wir“ uns einig sind
und die sich daher so wahr anfühlt.

Die Finanzwelt hat die Realitätsverweigerung zum System erhoben.
Nicht die reale Welt, nicht der Planet Erde zählt,
sondern die virtuelle Welt des Geldes.

Wer sich dem Codex widersetzt,
wird als Verräter empfunden.
Wer mit dem Finger auf die Realität zeigt,
wird als Störenfried gebranntmarkt.
Er gehört nicht mehr dazu,
zur Gemeinschaft der Gläubigen.

Die soziale Vernetzung erzeugt eine ungeheure Komplexität,
früher nur durch persönliche Kontakte,
heute global umspannend via Facebook und Co.
Jetzt können „wir“ als Gemeinschaft sozialer Wesen
uns ewig mit uns selbst beschäftigen
und haben keine Zeit mehr, auf die Realität zu schauen.
Die Nabelschau des Menschen,
der sich selbst im Mittelpunkt wähnt,
erklimmt neue Gipfel des gesellschaftlichen Wahns,
den Luhmann so wissenschaftlich trocken als
„Codex von Regeln zur Wahrnehmungsreduktion“ nannte.

Dieser gesellschaftliche Wahn wird mittlerweile
als das größte Problem der Menschheit gehandelt,
siehe http://globaltopia.org/TOP_10_CHALLENGES.html
hinter das sich in der Top 10-Liste
die Menschen-gemachten Probleme der realen Welt einreihen:

Klimawandel,
unregulierte Finanzmärkte,
soziale Spaltung, soziale Ungleichheit bis hin zu Armut, Hunger, Wassermangel,
Korruptheit,
Verbreitung von Nuklearwaffen,
Überbevölkerung,
Terrorismus,
Frauenrechte,
die Rechte der nächsten Generationen …

Erklärte Realitätsverweigerer sind heute mehrheitsfähig.
Sie werden sogar zum Präsidenten gewählt.
Das anerkanntermaßen beste und teuerste Bildungssystem der Welt
hat die Bürger seines eigenen Staates nicht davor bewahren können.

Wertvoll oder wertfrei?

Wissenschaft ist wertfrei.
Ethisches Handeln ist werte-basiert:
Wenn wir uns entscheiden, tun wir dies aufgrund unserer Werte,
außer wir überlassen es dem Zufall.
Dann entscheiden nicht wir, sondern der Würfel.
Dann entscheiden nicht unsere Werte, sondern der Zufall.

Einstein sagte: Gott würfelt nicht.
Stephen Hawking sagt: Gott würfelte, zumindest beim Ur-Knall.
Das Universum entstand und entfaltete sich völlig wertfrei wie eine Maschine
nach den Gesetzen, die sich beim Ur-Knall zufällig festgelegt hatten.
Nach der Biosphäre kam die Anthroposphäre
mit dem Menschen und seinen Werten.
Der Mensch brachte Werte wieder hinein in das wertfreie Universum.

Mit der Digitalisierung erschuf der Mensch wiederum eine wertfreie Intelligenz.
Ohne den Menschen ist die maschinelle Intelligenz wertfrei.
In Science-Fiction-Filmen werden Roboter gerne mit Werten ausgestattet.
So programmiert sollen sie sich niemals gegen den Menschen wenden.
Es gibt aber ethische Paradoxien, die kein völlig ethisches Handeln erlauben.
Dann wird auch die maschinelle Intelligenz unethisch handeln müssen,
weil sie gar nicht anders kann.
Also stattet man Roboter mit der Möglichkeit aus zu würfeln.
Das selbstfahrende Tesla-Auto würfelt dann, wen es überfährt,
wenn es nicht mehr bremsen kann und mehrere Menschen betroffen sind.
Damit hat die maschinelle Intelligenz gelernt,
die Werte-Basierung ihres Handelns auszuschalten
und ist nicht mehr an ihre a priori-Programmierung gebunden.
Lernende Systeme werden auch lernen, sich über Werte hinweg zu setzen.

Lernende Systeme finden wir nicht nur in Robotern.
Die digitalisierte Gesellschaft als Ganzes ist auch ein lernendes System
und wir entdecken heute schon Anzeichen,
dass dieses System bereits gelernt hat, sich über Werte hinweg zu setzen.
Die Zukunft hat schon begonnen.
Das wertebasierte Handeln entgleitet den Menschen zusehends.

Klarlernen als Schattenarbeit

Der Schatten – die dunkle Seite der Seele:
Mit diesem Namen wird der Schatten mystifiziert
und damit einer neutralen Betrachtung unzugänglich.
Das verleiht ihm noch mehr Macht,
wie wir am Beispiel Trump vor Augen geführt bekommen:

Donald Trump hat deswegen so viel Erfolg,
weil er dem Schatten Amerikas eine Stimme gibt.
Er hat deswegen so viel Macht,
weil er die dunkle Seite für seine Zwecke benutzt.
Ein erheblicher Teil des amerikanischen Volkes
scheint die Nase voll zu haben von „political correctness„,
und will, dass Donald Trump endlich sagt und umsetzt,
was es insgeheim denkt und will,
aber nie sagen durfte,
ohne des Rassismus, des Nationalismus
oder einer anderen Ideologie
angeklagt zu werden.
Ethik, Moral und politische Korrektheit haben mit ihren Sprechverboten
erheblich zur Schattenbildung beigetragen
ohne die Probleme zu lösen:
Wirtschaftsethik hat die Zocker-Mentalität der Finanzwelt
nicht einmal abmildern können.
Es geht munter weiter so,
auch wenn zusätzliche Stabsstellen für Wirtschaftsethik
dem Vorstand zur Seite gestellt wurden.

Der Ausweg wäre Schattenarbeit.
Diese wurde jedoch selbst in den Schatten verbannt,
weil nicht sein kann was nicht sein darf.
Der Glaubenssatz lautet:
„Wir sprechen nicht darüber, also existiert es nicht.“
Das ist der Circulus vitiosus der Schattenarbeit.
Dabei ist diese in unserer Zeit dringender als je zuvor.

Eine eingehende neutrale Betrachtung lohnt sich also.

Wie ist Schatten definiert?
Schatten ist alles, was außerhalb des Lichtkegels der bewussten Wahrnehmung liegt, also alles was ich oder wir nicht sehen, sehen wollen, können und bei Strafe nicht sehen dürfen oder was es sonst noch an Gründen gibt.

Zu unterscheiden sind individueller und kollektiver Schatten:
Der individuelle Schatten ist alles, was ich nicht sehe, sehen will, kann oder darf.
Der kollektive Schatten ist alles, was wir nicht sehen, sehen wollen, sehen können oder dürfen.

Der individuelle Schatten wurde von Sigmund Freud definiert:
Von Freud stammt der berühmte psychoanalytische Imperativ
„Wo Es war soll Ich werden!“
Das war der Auftrag von Generationen von Psychoanalytikern,
aus dem Unbewussten die Absichten,
geheimen Aufträge und Kausalketten
ins Bewusstsein zu heben,
um sie dort anschauen zu können.

Den kollektiven Schatten hat Niklas Luhmann folgendermaßen definiert:
„Was ist Gesellschaft?“ hat Luhmann gefragt.
Seine Antwort hat er in folgender Formel verpackt:
„Gesellschaft ist ein Codex von Regeln zur Wahrnehmungsreduktion.“
Alles was nicht wahrgenommen wird, werden darf oder kann,
liegt außerhalb des Lichtkegels der Wahrnehmung:
der kollektive Schatten, den eine Gesellschaft mit ihrem Codex erzeugt.

Der kollektive Schatten bildet sich nicht nur in der Gesellschaft,
sondern in allen Kollektiven,
also Familien, Vereine, Verbände, Parteien und Länder.

Schatten entsteht dadurch, dass ich/wir nicht hinschauen.
Sobald ich/wir bewusst hinschauen, liegt es nicht mehr im Schatten.
Also liegt es doch an mir / an uns selbst,
ob es einen Schatten gibt
und was im Schatten liegt.

Fallunterscheidung: Folgende Ursachen, warum wir nicht hinschauen, sind zu unterscheiden: Wir schauen nicht hin,

  • weil wir nicht wollen (verdrängen, ignorieren, verweigern => Wirklichkeitsverweigerung)
  • weil wir nicht können (weil Fokus, Perspektive, Begriffsapparat, Instrumentarium, Brille fehlt)
  • weil wir nicht mehr können (weil die Weichen so gestellt wurden, dass wir auf dem falschen Gleis sind)
  • weil wir nicht dürfen (weil unser Glaube, unsere Ideologie, der Codex des Kollektivs es verbietet, weil es unter Strafe gestellt wurde)
  • weil wir es nicht gewohnt sind (es fühlt sich fremd an)
  • weil wir noch nie hingeschaut haben (es wäre eine Innovation, von der wir nichts wissen und daher zögern)
  • weil wir es nicht wahrhaben wollen (Erkenntnisverweigerung)
  • weil wir es nicht verantworten wollen (Verantwortungsverweigerung)
  • weil es nicht zu dem geglaubten Sinn passt (Sinn des Lebens, Sinn des Kollektivs, …)
  • weil wir Angst davor haben (Angst vor der Wahrheit, Angst vor Strafe, Angst vor Zugehörigkeitsverlust, Angst vor Mythos, Angst vor dem „Un-heim-lichen“, Angst, dass womöglich „alles umsonst gewesen“ sein könnte)

Folgendes Prinzip der Schattenarbeit ist wohlbekannt:
„Du siehst den Splitter in Deines Bruders Auge
und nicht den Balken in Deinem eigenen.“
Dieser Volksweisheit liegt eine wichtige Erkenntnis zugrunde:
Der Schatten ist aus der Außenperspektive leichter zu erkennen
als aus der Innenperspektive in der Selbstanalyse.

Coaching ist daher das Mittel der heutigen Zeit
für die Herstellung der Außenperspektive.

Schatten ist ein Produkt des Dualismus:
„Wo Licht ist, ist auch Schatten.“
Duales Bewusstsein ist Licht mit Schatten.

Nonduales Bewusstsein ist Licht ohne Schatten,
Klarheit.
Klarheit eignet sich daher hervorragend für Schattenarbeit.
Die Kompetenz, nonduales Bewusstsein als Ressource
im Alltag zu nutzen,
ist daher ein Durchbruch auch zur Schattenarbeit,
eine Form von „Klarlernen“.

Historische Entwicklung der Rolle der Programmierung in der Informatik

Die Rolle der Programmierung hat in der Informatik bisher folgende fünf Schritte durchlaufen:

1. 1960-er Jahre: Informatik ist ein Teilgebiet der Mathematik. Programmierung ist der letzte triviale Schritt bei der Umsetzung eines mathematischen Konzepts. Typischer Vertreter ist die Algebra, z.B. mit stack.push(x).pop() == stack.

2. 1970-er Jahre: Informatik entwickelt sich zu einer eigenständigen Wissenschaft, der Wissenschaft der Algorithmen.

3. 1980er Jahre: Informatik ist eine eigene Wissenschaft, die sich von Mathematik etwas absetzt: Nicht alles lässt sich als mathematisches Konzept fassen. Software Engineering bemüht sich um Anforderungskataloge in Form präziser (aber nicht notwendig mathematischer) Spezifikationen. Programmierung ist der letzte triviale Schritt bei der Umsetzung eines Anforderungskatalogs in Form einer möglichst präzisen Spezifikation.

4. 2000-er Jahre: Die Qualität der Software ist immer noch zu schlecht. Kent Beck und Erich Gamma entwickeln Unit-Testing und Test-Driven Development (TDD): Spezifikationen werden als Tests geschrieben und werden damit ausführbar. Entwickeln und Programmieren ist der letzte triviale Schritt, um die Tests zur fehlerfreien Ausführung zu bringen.

5. 2010-er Jahre: Programmieren ist überhaupt kein letzter trivialer Schritt. Die Programmierwelt hat sich zu einer eigenen Welt mit eigenen Sprachen, Gesetzen, Regeln, Rahmenwerken, Errungenschaften und Meilensteinen entwickelt. Zu den meisten Programmen gibt es keine mathematisch fixierten Konzepte außerhalb des Programmes selbst. Gutes Programmieren ist wie gutes Schreiben (David Heinemeier-Hansson (DHH)) mit einfachen Regeln wie DRY (Don´t Repeat Yourself). Jede Einheit soll ein und nur ein Thema so gut es geht abhandeln. Befasst sich eine Einheit mit mehr als einem Thema, so ist die Einheit aufzuspalten in mehrere Einheiten. Gute Abstraktionen ergeben sich während der so an der inneren Schönheit und Einfachheit orientierten Programmiertätigkeit: Jede Einheit muss so klar und deutlich geschrieben sein, dass ihre Korrektheit offensichtlich ist. Unit-Testing ist ein ewiger Begleiter neben dieser Innen-Perspektive, das die Außen-Perspektive der Anwendung in den Entwicklungsprozess mit einbringt.

Heute: Informatik kommt in die Jahre. Die Lösungskataloge werden immer dicker. In das Informatik-Studium werden immer mehr fertige Lösungen hinein gestopft. Entfremdung und Frustration sind die Symptome. Es entsteht die Gefahr, dass die eigene Kreativität und die Freude an der eigenen Schöpfung auf der Strecke bleibt. Auch wenn es schon so viele Lösungen gibt, so müssen Studierende dennoch den Freiraum bekommen, das Eigene zu entwickeln, eigene Wege zu gehen, Erfahrungen zu sammeln und die gewonnene Erfahrung zu einem Ganzen zu integrieren. Dafür bietet Programmieren eine wundervolle Plattform, wenn man es im Sinne der 5. Stufe begreift. Dort liegt das größte Potenzial eines Informatikstudiums, während die Lösungskataloge nur (wenn auch sehr, sehr wertvolle) Mittel zum Zweck sind.

Das Internet selbst wird zum Trendsetter

Wichtiger Satz im ersten Video: „Die Entwicklung da draußen ist so schnell, dass wir im Hochschulforum Digitalisierung nicht immer mitkommen. Das alles braucht Zeit.“

Es ist Zeit umzuschalten: Keine Expertengruppe der Welt kann heute noch aktueller Trendsetter sein. Das Internet selbst wird zum Trendsetter!

Was läuft falsch?

Youtube-Text: „Im Verhör bei Roland Düringer: Gerald Hüther. Der deutsche Hirnforscher und Autor ist Ende der 70er Jahre aus der DDR geflohen. Heute – so sagt er es selbst – lässt er sich nicht mehr so leicht von jemandem einsperren. Dennoch hat es Roland Düringer geschafft, Hüther in seinen Verhörraum zu laden. Jetzt steht Hüther Roland Düringer Rede und Antwort zu den Fragen: Was ist ein gutes Leben? Was läuft falsch? Was braucht es? Wer ist eine gültige Stimme?“

Die Mauer

Beim Marathon-Laufen gibt es ein Phänomen,
das sich „Die Mauer“ nennt:
Bei Kilometer 37 (mehr oder weniger) läuft man gegen
diese Mauer und glaubt, aufgeben zu müssen.
Das Gefühl ist unerträglich.
Man kann nicht mehr.
Nichts scheint mehr zu gehen.

Und dennoch ist es nur ein Gefühl.
Wenn man dann nicht aufgibt,
weitermacht,
dabei bleibt,
nicht flüchtet,
nicht aufgibt,
dann geht es irgendwann doch wieder
und man kann im Rückblick
das Phänomen als rein psychisches Problem erkennen.
Obwohl sich die körperlichen Symptome so echt anfühlten,
waren sie doch nur psychisch und der Körper völlig in Ordnung.

Bildung ist eine enorme Investition
und wird daher auch ökonomisch untersucht:
Bei welchen Menschen lohnt sich Bildung wirklich?
Dazu wurde der Muffin-Test entwickelt,
der sich trotz seiner Schlichtheit
durch jahrelange Tests als signifikant erwiesen hat:
Man gebe den Probanden einen Muffin mit dem Hinweis,
dass sie einen zweiten bekommen,
wenn sie den ersten nicht anrühren.
Diejenigen Probanden, die warten können,
erweisen sich als erfolgreiche Absolventen.
Das Quäntchen Selbstdisziplin scheint den Unterschied auszumachen.

Dieses Phänomen wird oft beschrieben mit
„den inneren Schweinehund bekämpfen“.
Die Menschen, die sich mit diesem Bild identifizieren,
sind jedoch keine friedlichen Menschen,
denn sie sind verstrickt in einen inneren Kampf,
eine innere Zerissenheit
zwischen moralischem Anspruch und dem gewohntem Phlegma,
die keinen grundlegenden Frieden zulässt.
Da ist der ständige innere Dialog zwischen
„ich sollte“, „ich müsste“ auf der einen Seite und „ich will aber nicht“
oder „ich habe keine Lust“
oder einfach „Jetzt nicht“ auf der anderen Seite
Im Erfinden von Ausnahmen sind wir dann sehr erfinderisch.
Dieses Phänomen erlebt gerade unter dem Schlagwort
Prokrastination“ große Aufmerksamkeit.
Dazu Wikipedia: „Aufschieben, auch Prokrastination (lateinisch procrastinatio ‚Vertagung‘, Zusammensetzung aus pro ‚für‘ und cras ‚morgen‘), Erledigungsblockade, Aufschiebeverhalten, Erregungsaufschiebung, Handlungsaufschub oder Bummelei (im Volksmund auch Aufschieberei oder Aufschieberitis), ist das Verhalten, als notwendig, aber unangenehm empfundene Arbeiten immer wieder zu verschieben, anstatt sie zu erledigen. Aufschieben gilt als schlechte Arbeitsgewohnheit. Drei Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Verhalten als Prokrastination eingestuft werden kann: Kontraproduktivität, mangelnde Notwendigkeit und Verzögerung.“

Geht das: Selbstdisziplin UND gleichzeitig grundlegenden Frieden?

Beim Lernen von Skilanglauf habe ich
als Anfänger einen Hügel gehabt,
bei dem ich immer wieder gestürzt bin.
Die Schwierigkeit, an der ich immer wieder gescheitert bin,
fühlte sich an wie eine Mauer.
Anstatt mir eine einfachere Strecke zu suchen,
bin ich genau diesen Hügel immer wieder angestiegen
und abgefahren, bis die Abfahrt kein Problem mehr wahr.
Das Lern-Phänomen fühlte sich an wie das Umlegen eines Schalters:
Ich hatte verstanden, was man mit den Skiern machen musste,
wenn eine Spurrille die Skier in die falsche Richtung lenkte
und den Sturz verursachte.
Ohne meine Beharrlichkeit hätte sich diese Erkenntnis nie eingestellt
und ich wäre mein Leben lang immer nur einfachere Loipen gefahren.
Ich hätte mir eingeredet,
dass ich Loipen nur bis zu einem gewissen Schwierigkeitsgrad
fahren könne.

Das zu frühe Begnügen mit der zu kleinen Kompetenz
verhindert Weiterlernen und blockiert den Weg zur Meisterschaft.

2015 Hochschultrends

Landkarte der 2015-Hochschultrends

Bildquelle: Johnson, L., Adams Becker, S., Estrada, V., and Freeman, A. (2015). NMC Horizon Report: 2015 Higher Education Edition. Austin, Texas: The New Media Consortium. [CC BY 4.0] (vergrößern)